Österreichisches Dialyse- und Transplantationsregister ÖDTR

Bereits seit den 1960er Jahren werden von der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie (wie auch in anderen europäischen Ländern) Daten von Patienten/Patientinnen mit Dialysebehandlung oder nach Nierentransplantation gesammelt. Dies dient der Qualitätssicherung und Ressourcenplanung, aber auch dem wissenschaftlichen Fortschritt, da die Daten in Form von retrospektiven Analysen in anonymisierter Form für verschiedene Fragestellungen genutzt werden können. Gespeichert werden u.a. das renale Grundleiden, Begleiterkrankungen und Therapien, die für den Krankheitsverlauf von Bedeutung sind, sowie Laborparameter, die vergleichende Aussagen über Zentrumsstrategien zulassen.

Wie wertvoll diese Datenerhebung ist, kann am Beispiel der SARS-COV2-Epidemie demonstriert werden. Hier konnte binnen kürzester Zeit eine Erhebung der Inzidenz und Mortalität in der österreichischen Dialyse- und Transplant-Population etabliert werden konnte (Aktuelle Infos der ÖGN im Zusammenhang mit COVID-19).

ÖDTR-neu – Umstellung auf webbasierte Datenbank

Das ÖDTR wurde über lange Jahre als stationäre Datenbank geführt und von Reinhard Kramar betreut. Nun erfolgte die Umstellung auf eine webbasierte Datenbank, die von der Universitätsklinik für Innere Medizin IV (Nephrologie und Dialyse) der Medizinischen Universität Innsbruck betreut wird. Die Daten werden von den behandelnden Dialyse- und/oder Transplant-Zentren direkt in die Datenbank eingegeben bzw. elektronisch übermittelt. Dafür ist eine unterzeichnete Einverständniserklärung des jeweiligen Patienten/der jeweiligen Patientin notwendig. Die Anforderungen der GDPR werden vom ÖDTR umgesetzt.

Der aus acht Personen bestehende Beirat des ÖDTR hält regelmäßig Sitzungen ab und entscheidet über wissenschaftliche Auswertungen der Daten. Die Themen sind, unter anderen, Datenanfragen, Datenübermittlung oder Abfragemodalitäten im ÖDTR.

Das ÖDTR als Grundlage für wissenschaftliche Fragestellungen

Aus den gesammelten Daten wird u.a. ein Jahresbericht erstellt. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt bei der Jahreshauptversammlung der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie. Anschließend wird der Jahresbericht auf den frei zugänglichen Internetseiten des Registers veröffentlicht. Wissenschaftliche Studien können ebenfalls mithilfe der Daten aus dem ÖDTR erstellt werden.

Aus den Registerdaten wird jährlich ein definierter Datensatz in anonymisierter Form an die ERA-EDTA (European Renal Association – European Dialysis and Transplant Association) übermittelt, welche daraus einen europäischen länderübergreifenden Jahresbericht erstellt. Zudem stehen die Daten des ÖDTR in anonymisierter Form auch für wissenschaftliche Fragestellungen der ERA-EDTA zur Verfügung.


Sollten Sie Informationen vom ÖDTR-Beirat benötigen, Fragen zur Datenanfrage haben oder ein Thema für die Agenda des Beirats vorschlagen wollen, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des ÖDTR.

Kontakt:

ÖDTR – Österreichisches Dialyse- und Transplantationsregister
Sekretariat: Karin Gillich, MSc & Mag. Daniela Kaiser-Feistmantl
Medizinische Universität Innsbruck
Schöpfstraße 45/1.UG, 6020 Innsbruck
E-Mail: office.oedtr(at)i-med.ac.at
Tel: +43 (0)512 9003 71849

Bürozeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag von 8:30 bis 12:30 Uhr
Mittwoch 8:30 bis 12 Uhr sowie 13:00 bis 16:30 Uhr


Die Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie dankt den unterstützenden Firmen, ohne deren finanziellen Beiträge das ÖDTR nicht betrieben werden könnte:

Gold-Sponsor: Amgen

Silber-Sponsoren: Otsuka, Boehringer-Ingelheim, Bard
Weitere Unterstützer: Novo Nordisk, Baxter

Otsuka Logoboehringer-ingelheim-logoBD BARD Logo