Aus aktuellem Anlass hat das ÖDTR im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie die Möglichkeit geschaffen, COVID-19-Infektionen bei Dialyse- und TransplantationspatientInnen zu melden. Wir kooperieren eng mit den KollegInnen der DGFN um die Inzidenz in dieser vulnerablen PatientInnenpopulation möglichst zeitnah abzuschätzen und für ähnliche Situationen in der Zukunft Daten von unschätzbarem Wert zur Verfügung zu haben. Nach Rücksprache mit dem Datenschutzbeauftragten des ÖDTR ist eine Infektion eine Komorbidität damit mit der Einwilligungserklärung zum ÖDTR gedeckt.

Wir bitten alle Teilnehmer am ÖDTR eindringlich in der Zielpopulation die Diagnose einer COVID-19 Infektion zeitnah zu erfassen. Zusätzlich werden derzeit nur Symptome sowie die Konsequenz für die weitere Betreuung (soweit verfügbar) abgefragt. Eine Erfassung zum jetzigen Zeitpunkt wird es uns später aber ermöglichen weitere (und auch umfassendere) Analysen und Abfragen durchzuführen.

Wir bitten auch PatientInnen, welche erst im Rahmen der Infektion dialysepflichtig werden nach erfolgter Einwilligung im ÖDTR zu melden, auch wenn es sich eventuell um ein reversibles Nierenversagen handeln könnte. Damit könne wir die Inzidenz des schweren (dialysepflichtigen) Nierenversagens durch das Virus abzuschätzen.

Für die Erfassung stehen zwei Optionen zur Verfügung:

  • Für jene ohne Zugang zum ÖDTR (kein unterschriebener Vertrag) gibt es die Möglichkeit, die Daten lokal in einem Excel zu speichern. Diese Möglichkeit sollte auch bei jenen Betroffenen genutzt werden, welche noch nicht ihre Einwilligung zum ÖDTR erteilt haben.
    Excel-Vorlage zur Dokumentation
  • Für alle anderen ist eine direkte Eingabe in das Register ebenfalls möglich. Sie finden unter dem Reiter „Corona“ (analog zum Reiter „QUASI“) eine Liste Ihrer aktuellen Patienten, wo sie die Eingabe tätigen können.
    Link zur direkten Eingabe auf ÖDTR