Aktualisierte Stellungnahme der ÖGN zur COVID-19-Impfung bei Patient*innen mit chronischer Niereninsuffizienz und nach Nierentransplantation

Update 25. 04. 2022

Wie oft sollten sich immunsupprimierte Patient*innen impfen lassen?

Wenn es nach 3 erfolgten COVID-19 Teilimpfungen zu keiner Antikörperbildung gekommen ist, wird eine 4. Teilimpfung empfohlen (s. ÖGN-Stellungnahme 25.1.2022).

Soll die Immunsuppression im Rahmen der Impfung pausiert/modifiziert werden?

Generell ist eine Serokonversion ohne Modifikation der Immunsuppression möglich, repetitives Impfen wird empfohlen. Die Immunsuppression sollte nicht pausiert oder verändert werden.

Welche Empfehlung kann gegeben werden, wenn es nach 4 Impfungen zu keiner Antikörperantwort gekommen ist?

Sollte kein oder nur ein niedriger COVID-19 Antikörpertiter nach 4 Teilimpfungen nachweisbar sein, kann eine Prophylaxe mit Evusheld® (langwirksame Antikörperkombination) in Erwägung gezogen werden.

Vorgehen nach asymptomatischer Infektion ohne Antikörperbildung?

Eine neuerliche Auffrischungsimpfung oder eine Prophylaxe mit Evusheld® kann in Erwägung gezogen werden.

Welche Empfehlung wird gegeben, wenn eine Antikörperantwort nachweisbar ist?

Aktuell keine weitere Auffrischungsimpfung bis zum Herbst. Modifizierte Impfstoffe von Pfizer und Moderna werden erwartet, dann wird auch eine Neubewertung hinsichtlich Nutzen/Risiko erfolgen.

Prim. Univ.Prof. Dr. Marcus Säemann,
Vorsitzender der ÖGN für die Arbeitsgruppe COVID

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